Donnerstag, 23. September 2010
Wie gute Bands doch von einem Album zum nächsten richtig schlecht werden können.
Zum ersten Mal habe ich sie im kleinen Club der Garage in Saarbrücken gesehen, ziemlich genau vor zwei Jahren, also vorher mal reingehört. Ich stand sogar neben dem Sänger am Waschbecken, kannte die Jungs damals aber eben noch nicht so wirklich und habe ihn deswegen auch nicht angesprochen, aber egal...
Erst hinterher habe ich bemerkt, dass die Band wirklich klasse ist, vor allem das damals aktuelle Album "Living in the Fallout" gefällt mir richtig gut, ich würde es sogar zum erweiterten Kreis meiner Lieblingsalben zählen. Nach einem weiteren Konzert der vier Jungs aus Boston beim Nauwieser Fest im letzten Jahr, habe ich mich wirklich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass sie im Oktober wieder in den kleinen Club nach Saarbrücken kommen und dass es auch ein neues Album geben wird.
Soeben habe ich das neue Album zum ersten Mal angehört und ich bin wirklich sehr erschrocken und hab' erstmal bei MySpace gecheckt, ob das wirklich die gleiche Band ist und nicht eine andere Band mit dem selben Namen...nein, das sind wirklich DIE Far from Finished. "Forgettable" heißt das neue Album und hier scheint Name wirklich Programm zu sein; das ist nicht die coole Punkrock-Quartett aus Boston mit Streetpunk-Einflüssen, die ich vor ca. zwei Jahren entdeckt habe. Nichts mehr zu hören von punkigen Gitarren, kein bisschen Kratzen mehr in der Stimme. Das ist einfach nur zum vergessen, was die mittlerweile fünf Jungs da gemacht haben. Poppig, kaum hört man mal die alten Streetpunk-Wurzeln heraus, alles viel zu glatt, von den Gitarren bis zur Stimme...einfach nur Pop-Punk Einheitsbrei à la (der neuen) Green Day Alben und Bands, die durch den Emo-Hype bekannt wurden.
Zwischendurch Trompeten? Hilfe! Die sind doch keine Ska-Band...naja, trotzdem ist Lied zehn das bisher beste Lied, vielleicht scheint es gegen Ende doch noch besser zu werden...aber vier gute Lieder von dreizehn machen noch kein gutes Album. Und so ist es...Lied 11 fängt zwar gitarrentchnisch vielversprechend an, verläuft sich aber sofort wieder und gipfelt in "Schalala"-Parts bei den Backing-Vox!? Tiefpunkt eines wirklich schlechten Albums.
Sehr, sehr schade...und nun stellt sich auch natürlich gleich die Frage, ob ich trotzdem zum Konzert gehe...koset zwar nur 11€, aber wenn sie viele Songs der neuen Platte spielen, ist es das nicht wert.
Ich höre jetzt wieder Living in the Fallout und stelle fest, dass ich die Songs von Forgettable schon wieder zum Großteil vergessen habe...
Zum Abschluss noch der direkte Vergleich:
Roses and Razorblades von Living in the Fallout:
Der Titelsong des neuen Albums Forgettable:
Mittwoch, 22. September 2010
Derbyfieber
Am vergangenen Wochenende gab's zwei sehr heiße Derbys in der deutschen Fußball Bundesliga, was die Sport-Seite sportal zum Anlass genommen hat, eine Top10 Liste der größten Derbys im deutschen Fußball aufzustellen. Natürlich waren so die üblichen Verdächtigen mit dabei: Bayern gegen 1860, Nürnberg gegen Fürth, Chemie gegen Lok Leipzig und natürlich auch St. Pauli gegen den HSV und der BVB gegen Schalke.
Dass eine Top10 Liste nur Platz für 10 Derbys lässt, liegt in der Natur der Sache und so kam es natürlich zu Diskussionen und teilweise hitzigen Kommentaren von Usern, die der Meinung waren, da fehle dieses und jenes Derby, so schrieb irgendjemand folgendes:
"was ist mit Stuttgart gegen karlsruhe? Das ist für mich ein Derby im Gegensatz zu Bayern gegen 60 oder nürnberg gegen fürth"
Man kann dem User durchaus Recht geben, dass er sich darüber beschwert, dass die Hassduelle zwischen den schwäbischen Stuttgartern und den badischen Karlsruhern irgendwie in der Liste gefehlt haben, was die beiden anderen anderen Duelle gegenüber dem Baden-Württemberg Derby aber haben ist eine wirkliche geografische Nähe zueinander, der FC Bayern und der TSV 1860 sind beide Münchner Vereine und die fürther "Trolli Arena" (ja, sie haben es geschafft einen noch lächerlicheren Namen als "Playmobil Stadion" zu finden) ist vom nürnberger "easyCredit-Stadion" (mit Stadionnamen scheint man's in Franken allgemein nicht so zu haben) laut Google Maps 13,7 km entfernt, zwischen dem Wildparkstadion in Karlsruhe und der Mercedes Benz Arena in Stuttgart liegen immerhin knapp 85 km.
Wikipedia spuckt zum Thema Derby übrigens folgendes aus:
Der Begriff Derby (engl. [ˈdɑː(r)bɪ], häufig auch Lokalderby, im spanischen Sprachgebrauch Clásico, in Nordamerika crosstown rivalry) bezeichnet ein spezielles Ereignis im Mannschaftssport, bei dem zwei meist rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinander treffen. Für die Fans der betroffenen Vereine haben solche Ereignisse eine hohe symbolische Bedeutung und starke Emotionen werden hervorgerufen.
Als die bekanntesten Beispiele für Fußballderbys gelten das als Old Firm bekannte Glasgower-Duell zwischen dem Celtic FC und dem Rangers FC sowie das als Superclásico bezeichnete Spiel zwischen Boca Juniors und River Plate in Buenos Aires. Eines der bekanntesten deutschen Derbys ist das Revierderby zwischen den beiden Vereinen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04, welche sich seit Jahrzehnten um den Rang der besten Fußballmannschaft des Ruhrgebietes streiten. Allerdings ist das Frankenderby zwischen dem 1. FC Nürnberg und der SpVgg Greuther Fürth das in Deutschland am häufigsten ausgetragene Derby. In Österreich ist das Wiener Derby zwischen Rapid und Austria wohl das bekannteste Beispiel. Es ist nach dem Old Firm das am zweithäufigsten ausgetragene Fußballderby Europas.
Ein Beispiel für ein Derby in einer anderen Sportart als Fußball sind die New Yorker Subway Series in der Major League Baseball.
Es wird also ganz klar die geografische Nähe als Kriterium für ein Derby gesehen, genauso wie die die außersportliche Brisanz und den Stellenwert eines Erfolges gegen den Rivalen, was von sportal in früheren Artikeln auch immer wieder betont wurde. Nun kann man natürlich streiten, ob nicht mal 70 km wirklich so einen riesen Unterschied machen, worüber man aber eigentlich nicht diskutieren kann, ist der absolut lächerlich inflationäre Gebrauch des Wortes Derby im deutschen Sportjournalismus, so berichtete sportal heute im Liveticker der Begenung VfB Stuttgart gegen 1. FC Nürnberg: "Dann ist Schluss! Im Südderby schlägt der 1. FC Nürnberg den VfB Stuttgart mit 2:1!" Natürlich ist dadurch dann quasi jedes Spiel ein Derby, denn so groß ist Deutschland ja nicht, dass es wirklich große Entfernungen zwischen zwei Städten gibt. Deswegen ist Bayern München gegen Werder Bremen das Nord-Süd-Derby, Bayern gegen Stuttgart das Süd-Derby, Bremen gegen Hamburg das Nord-Derby, Stuttgart gegen Freiburg das Süd-Derby (der aufmerksame Leser hat's gemerkt, schon das dritte, sollte man jetzt auch mal wirklich durchnummerieren), in den 90ern war Dortmund gegen Bayern auch ein Derby, nur weil beide Vereine die Meisterschaft öfter unter sich ausgemacht haben, fehlt eigentlich noch Bochum gegen Bayern als Fan-Freundschafts-Derby oder Energie Cottbus gegen den FC Saarbrücken als Ost-West-Derby...braucht man schließlich auch...was die beiden Vereine verbindet? Nix...nur die nahe Grenze nach Osten bzw. Westen...also ein klares Derby, oder nicht?
Ständig wird irgendwo ein Derby aus einem normalen Spiel gemacht, das für die eingefleischten Fans keine größere Bedeutung hat als jedes andere Spiel auch, weil es eigentlich überhaupt keine wirkliche Rivalität (außer der rein sportlichen natürlich) zwischen den beiden Vereinen gibt. Warum? Höchstwahrscheinlich, um das Interesse an einem oftmals belanglosen Spiel zu steigern, um höhere Einschaltquoten, mehr Leser oder mehr Klicks zu bekommen...ändert das etwas an der Tatsache, dass es höchst lächerlich ist? Nein!
Freitag, 10. September 2010
Montag, 16. August 2010
Das Taubertal ist total anders als alle andern Festivals, aber halt einfach nur geil!
Auch die Leute sind irgendwie anders...ich war ja nun schon auf ein paar Festivals, aber beim Taubertal scheint der gemeine Camper irgendwie gastfreundlicher zu sein als sonstwo. Das kommt natürlich auch immer drauf an, an wen man da gerät, aber trotzdem kann's ja nich wirklich Zufall sein, dass ich bei anderen Festivals eher unfreundlichere Leute kennenlerne. Blöd nur, dass der zwar sehr schöne Steinbruch, der vor zwei Jahren als Aftershow Party Area eingerichtet wurde, um den Zeltplatz ruhiger zu machen, leider viele Leute von ihren Zelten und Pavillons wegzieht und ein gemütliches Beisammensitzen bei Bier und Schnapps mit Fremden ziemlich selten geworden ist.
Was sich beim Taubertal nie ändert ist, dass es einfach regnen muss. Mittlerweile würden wir wohl irgendwie was vermissen, wenn's mal nicht regnen würde, denn die obligatorischen Hangdiver gehören einfach genauso dazu wie sich von anderen Leuten mit Matsch bespritzen zu lassen, aber auch hier zeigt sich die allgegenwäritge Lockerheit des Festivals...dreckig wird man sowieso, da kann's auch der dreckiger Punk vor einem machen. Außerdem: bei schönem Wetter kann schließlich jeder auf ein Festival gehen und feiern, also sollte man sich die Laune davon nicht verderben lassen, schließlich reißt's gerade auf, glaub ich und der Regen zieht sowieso vorbei! (Insider)
Und wenn dann das Line Up auch noch stimmt, so wie dieses Jahr, kann ja eigentlich nicht mehr viel schief gehen... Nun aber mal zum eigenltichen Event: Anreise wie jedes Jahr mittwochs, weil's halt einfach unheimlich schön is und der Mittwoch von vielen sowieso zum besten Tag erklärt wird...zunächst mal einkaufen mit Anna, Alex und Jussi, den großen Volvo Kombi vollgepackt (in Jussis Augen eher überladen, aber egal), kurz Geld holen, kurz bei Alex seinen Kram eingeladen und dann auch noch die letzten 10km zum Festival hinter uns gebracht. Erwartet hat uns schönes Wetter und ein schon von der Vorhut, namentlich Goschy, Konni und Thomas, eingerichtetes Camp. Also schnell Zelt aufbauen, erstes Festivalbier trinken und den ganzen Abend Spaß haben.
Nächster morgen...Regen...naja, man isses ja mittlerweile von seinem Lieblingsfestival gewohnt, auch wenn das noch gar nicht wirklich angefangen hat. Wir hatten jedenfalls trotzdem unseren Spaß! Nachdem wir dann etliche Stunden damit verbracht haben wetterlichen Zweckoptimismus zu verbreiten, indem wir grundsätzlich der Meinung waren, es reiße jetzt gleich auf, egal wie stark der Regen war (War das schon alles?!), wurde es gegen Abend tatsächlich noch schöner und die ersten Bands im Steinbruch konnte man abends dann relativ trocken erleben. Die Chaotenanhäufung wurde dann auch immer größer und irgendwann wurde es auch schon Zeit Richtung Steinbruchbühne aufzubrechen. Zu sehen gab es die Emil Bulls und Turbostaat, was beides auch ziemlich gut war, Turbostaat mehr als Emil Bulls, aber das lag wohl auch bissl daran, dass ich mit den Songs von Turbostaat einfach vertrauter bin. Seltsam eigentlich, dass Bela B. nirgendwo zu sehen war...
Freitag morgens aus dem Zelt, natürlich erstmal nich so tolles Wetter, aber was soll's? Zu Alex duschen, essen und chillen gefahren (danke nochmal an seine Mutter!) und seinen Kumpel
Stefan plus Kemal und Sara eingesammelt und dann gegen Abend endlich mal runter auf's eigentliche Gelände, um Ska-P zu sehen, die mit Bela B. den Spot tauschen mussten, weil der sich aufgeführt hat als wär er der absolute Headliner und dessen Roadies den Ablauf so lange boykottiert haben, bis er schließlich einen Spot später spielen durfte. Wir haben noch einen kleinen Rest von LaBrassBanda mitbekommen, was irgendwie lustig war und sicherlich noch öfter im Tal zu hören sein wird. Ska-P waren dann ziemlich cool, viel besser als vor 5 Jahren, denn da war die Show einfach zu sehr von seltsamen, ständig wechselnden Kostümen geprägt, außerdem tut ihnen ein zweiter Bläser definitiv auch wirklich gut.
Danach ging's dann nochmal hoch, weil keiner von uns Bela sehen wollte, zurecht, wie wir später auch von den Leuten erfuhren, die ihn sich doch gegeben hatten. Ärgerlich für viele, die ewig im Stau standen und uns gerade entgegen kamen, als wir den Berg hoch liefen, um Ska-P zu sehen, dass sie unten enttäuscht werden mussten, von dem alten, abgebrannten Mann, der vor 10 Jahren mal cool war und schon längst aufgehört hat, gut Musik zu schreiben. Nach ein bisschen chillen auf dem Campingplatz ging's dann spontan doch noch mal runter zu Fettes Brot, was die absolut richtige Entscheidung war, denn die Jungs haben einfach unheimlich gerockt. Quasi alle Hits und auch das ein oder andere etwas ältere Lied gespielt, sehr geiles Konzert einfach. So macht Hip Hop Spaß!
Am Samstag Morgen konnten wir unseren Augen kaum trauen, denn es war schönes Wetter, also genau richtig, um schon früh Richtung Gelände und damit Mad Caddies aufzubrechen. Es gab gemischte Meinungen, aber gut fanden's doch alle mindestens, ich fand's sehr geil und hatte viel Spaß wie bei bisher jedem Caddies Konzetr. Im Gegensatz zu Shantel, der danach folgen sollte, hatten die Caddies aber Pech, dass doch eher wenige Leute den Weg zur Hauptbühne fanden, allerdings waren unsere Meinungen zu Shantel doch sehr viel unterschiedlicher. Die Masse fand's gut und ist dementsprechend abgegangen, ich persönlich fand Shantel irgendwie unsympathisch, ständig diese "Ich kann euch nicht hören, seid lauter!"-Kacke, dazu mindestens mal Halbplayback, denn das Schlagzeug war auf jeden Fall nicht live und Disco Partizani doppelt gespielt...schade eigentlich, hatte mir echt mehr erwartet. Bad Religion gab's dann von Unter den Linden
aus, was, wenn ich's mal mit 2005 vergleiche definitiv besser war, denn das Set war gut, die Musik war gut, aber man kam drum rum, sich anschauen zu müssen wie alt die Herren mittlerweile geworden sind. Danach kam für mich die Überraschung des Festivals: Skunk Anansie. Ich kannte von denen nur ein oder zwei Songs, die man halt so im Radio zu hören bekommt (auch wenn man so wenig Radio hört wie ich). Trotzdem war die Show der Band um Sängerin Skin einfach nur sehr cool! Jan Delay haben wir dann aufgrund der Kälte und einer etwas übertriebenen Unwetterwarnung von Alex ausgelassen, was aber wohl kein Fehler war...jedenfalls hab ich keinen getroffen, der gesagt hat, dass es gut gewesen wäre.
Der Abschluss des Abends brachte zwar dann doch noch mal etwas Regen mit sich, aber nachdem der wieder weg war, wurde es zum coolsten Abend überhaupt! Wir hatten einfach so viel Spaß. Allein für diesen einen Abend könnte ich 'nen ganzen Blogeintrag schreiben. Ich sag nur: Der Kreis wird sich schließen! Ach ja: was bereits freitags begann, wurde dann auch weiter fortgesetzt: Der Synapsenkitzler. Wir haben die Leute um uns herum so mit der Dauerschleife dieses Liedes genervt, dass uns sogar 2 CDs zerbissen wurden! Samstag nachts lief das Lied dann sicherlich 5-6 Stunden am Stück.
So schnell ist man dann schon beim Sonntag angekommen, von den Namen her sicherlich der beste Tag, also aus meiner Sicht. Mit No Use for a Name & Lagwagon gleich als allererstes die beiden Bands, auf die ich mich am meisten gefreut habe und obwohl wieder wenig los war, war die Stimmung allgemein ziemlich gut. Das Set von No Use war auch wieder richtig geil und Spielfreude konnte man ihnen auch nicht absprechen. In der Umbaupause gab's dann eine großartige Nachricht: Joey Cape und Tony Sly die Sänger von Lagwagon und No Use sollten um halb 8 abends auf der on3-Stage noch ein kleines Unplugged-Set spielen. Vor allem geil, weil ich auf die Hives nich so unbedingt Bock hatte. Bevor Lagwagon die Bühne bestiegen, kam noch ein mal wie vor jeder Band so ein unheimlich nerviger Ansager vom Bayrischen Rundfunk auf die Bühne und meinte, einen auf Animator machen zu müssen, da keiner auf ihn reagiert hat und er immer weiter machen wollte, habe ich deshalb angefangen lauthals "Hau ab!" zu schreien, was ihn dazu verleitet hat, auf mich zu zeigen und zu meinen, dass ich ja schon laut genug sei, aber halt auch ganz allein wäre, woraufhin dann aber wohl um die 50 Leute mit eingestimmt haben und ihn dann auch von der Bühne vertreiben konnten, um Lagwagon die Bühne frei zu geben. Genauso wie No Use for a Name eine großartige Liveband, die aber auch von ihrer Comedy auf der Bühne lebt, die hauptsächlich von Joey Cape ausgeht, welcher mal wieder unheimlich betrunken war, der Spielfreude aber keinen Abbruch getan hat. Geiles Set, geile Show, so soll's sein.
Danach ging's wieder rüber zu Unter den Linden, ein bisschen ausruhen und ein kaltes Radler trinken und den Sieger des Emergenza Contests verpasst, was aber so vom Hören her nicht so schlimm war. Zu Gaslight Anthem ging's dann wieder rüber auf's Gelände, sehr schön chillige Band, die trotzdem ordentlich Energie in ihren Shows hat, werde ich mir auf jeden Fall noch mal ansehen. Danach dann rüber zur on3-Stage und sogar noch 'nen Sitzplatz bekommen, aber dann ging das Warten los. Wir wissen nicht, ob die Jungs einfach zu voll waren oder ob vielleicht doch Bela B. seine Finger im Spiel hatte, aber die Jungs waren definitiv zu spät. Aber anstatt, dass es dann gleich los ging, musste on3 natürlich noch ein ewig langes Interview mit Joey und Tony machen...naja, sie haben dann eben nur 4 Songs gespielt, die aber alle sehr geil waren, bevor es noch eine Autogrammstunde mit den beiden gab, was Jochen und ich zu einem kurzen Plausch und einem Foto nutzen konnten, einfach sehr coole Jungs.
Bevor dann mit Prodigy der Festival-Headliner auf dem Programm stand, haben wir noch bei Skindred reingeschaut, welche überraschend gut waren. Ich kannte zwar nur einen Song, aber Spaß hat's definitiv gemacht. Zum Schluss dann wie gesagt The Prodigy. War ganz cool, aber nicht wirklich atemberaubend. Dann nochmal hoch zum Zelt, wo dann aber leider nix mehr groß ging, also ab ins Bett und morgens heim.
Alles in allem einfach wieder ein geiles Fest mit den bescheurtsten Chaoten, die's gibt...danke an alle, die dabei waren!
Dienstag, 3. August 2010
Erkenntnis des Tages #8: Nur weil Kurt Cobain irgendwas gut gefunden hat, isses noch lange nicht wichtig...
...sonst wär sich mit 'ner Pumpgun das Hirn wegblasen auch wichtig.
(Wobei das bei einem nicht unerheblichen Teil der Weltbevölkerung durchaus nicht verkehrt wäre, wenn die so denken und's auch in die Tat umsetzen würden...)
Erkenntnis des Tages #7: Ich will nach Brügge...
Brügge sehen...und sterben ist nicht nur ein äußerst cooler Film, sondern macht auch richtig Lust, mal nach Brügge zu fahren und all die schönen Orte selber zu sehen.
Und ich möchte da wirklich bald mal hin...hoffentlich klappt's in 2 Wochen! Einen Guide, in dem alle Filmschauplätze aufgeführt sind, habe ich auch schon gefunden ^^
PS: It's in Belgium!
Donnerstag, 22. Juli 2010
Erkenntnis des Tages #6: In Rodriguez-Filmen stirbt Danny Trejo immer
Heute waren wir in Predators von Rodriguez...und wer stirbt zuerst? Danny Trejo (vielen sicherlich bekannt als Barkeeper im Titty Twister aus From Dusk Till Dawn oder Messerwerfer aus Desperado). Das setzt nur eine Reihe fort, denn es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass wichtige Schauspieler in Rodriguez-Filmen häufig sterben müssen:
- Desperado: Steve Buschemi
- Irgendwann in Mexiko: Salma Hayek
- Predators: Danny Trejo
Wenn ich so drüber nachdenke...Trejo stirbt glaub ich in jedem Rodriguez Film, in dem er mitspielt, zumindest in allen, die ich gesehen habe:
- From Dusk Till Dawn 1-3 (manche wissen das vielleicht nicht, aber ja, es ist eine Trilogie, wobei der zweite Teil sich absolut und der dritte Teil sich nicht wirklich lohnt sich anzuschauen)
- Desperado
- Predators
In Spy Kids (ja, der ist von ein und dem selben Rodriguez) weiß ich es grad nicht...in Machete, der im Herbst erscheinen wird, kann man es noch nicht sagen...der Film wird aber sicherlich großartig...
Zitat Marie: "Rohe Gewalt und hübsche Frauen...immer ein gutes Konzept"
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Gute Nacht.
Mittwoch, 21. Juli 2010
Bands, die ich noch live sehen möchte/muss, bevor ich sterbe
- blink-182 (in ca. einem Monat!!! Vorfreude!!!)
- Social Distortion
- Turbonegro (wie erwähnt hab ich die Chance wohl verpasst)
- Rancid
- Zeke
- Tenacious D (danke für den Hinweis, Marco...die haben tatsächlich noch gefehlt)
- David Hasselhoff
- Scooter
Wer mich kennt, weiß, dass die letzten beiden Interpreten absolut ernst gemeint sind!
Schon krass, wie kurz die Liste eigentlich ist...es kommt zwar hin und wieder mal was neues dazu, aber ich bin gerade selbst einfach ein bisschen verwundert, dass das nur noch 8 Stück sind. Muss wohl daran liegen, dass ich mittlerweile 305 verschiedene Bands live gesehen hab in den letzten ca. 9 Jahren, was eigentlich viel krasser ist, als die Kürze der oben geposteten Liste, denn es gibt durchaus Bands, die ich schon 5 Mal und öfter gesehen hab...
Das erste Konzert war übrigens Die Ärzte am 17. März 2001 in Würzburg...heute würd ich nicht mehr hin gehen, dazu waren die letzten Alben und auch die weiteren Konzerte, die ich von ihnen besucht habe (4 an der Zahl), zu enttäuschend...naja, eigentlich nur das letzte...schade eigentlich, früher fand ich sie echt geil...naja Geschmäcker ändern sich halt und Bands entwickeln sich oftmals nicht zum besseren...leider.
PS: Mir ist aufgefallen, dass der Titel irgendwie sehr bedrohlich klingt; so als ob ich irgendwie schwer krank wäre und nur noch eine sehr beschränkte Zeit zu leben hätte. Ist mir schon in der Erkenntnis #5 aufgefallen...hm zur Erkenntnis des Tages reicht das wohl aber nicht, andererseits war heute ein ziemlich verschenkter Tag, an dem ich mal wieder viel weniger geschafft habe als ich mir vorher vorgenommen habe. Vielleicht wär's aus diesem Grund echt mal angebracht, heute früher ins Bett zu gehen, damit ich morgen etwas fitter bin und vielleicht auch mal wirklich was sinnvolles schaffe.
PPS: Meines Wissens bin ich körperlich ziemlich gesund...nicht, dass sich irgendwer Sorgen macht...
Montag, 19. Juli 2010
Erkenntnis des Tages #5: Man sollte Bands live sehen, wenn man die Möglichkeit dazu hat
Hank van Hell ist bei Turbonegro ausgestiegen! Das ist extrem scheiße, denn Turbonegro war eine der wenigen Bands, die ich noch live sehen wollte, bevor ich sterbe. Es ist zwar noch nicht klar, ob die Band vielleicht weiter existiert oder nicht, aber Turbonegro ohne Hank wär doch irgendwie wie Queen ohne Freddie Mercury. Auch ein Beitritt oder noch besser die Gründung einer Turbojugend Lenzenbrunn oder Club W71, mit der ich ja irgendwie schon länger liebäugele, wird jetzt irgendwie überflüssig.
Das ärgerliche an der Sache ist: ich hätte sie 2006 beim Taubertal live sehen können! Ich ärgere mich ja ab und zu darüber, dass ich damals nur einen Tag hingegangen bin, weil ich der Meinung war, das Lineup würde mir nicht so gut gefallen, wie in den beiden Jahren zuvor...warum auch immer...
Das Handtuch, was King Shm00se gefangen hat, dürfte jetzt erheblich im Wert steigen...
Besagte Liste mit Bands, die ich gerne noch in meinem Leben sehen würde, folgt sicherlich bald
Erkenntnis des Tages #4: Ich brauch 'ne Melodic Hardcore Band
Ich glaube, ich hätte einfach verdammt viel Spaß dabei. Oder auch gerne 'ne Ska, Folkpunk, Post-Rock oder einfach Punkrock Band...scheiß egal! Hauptsache wieder öfters proben und ab und zu mal 'nen Gig spielen.
Das Problem ist nur, dass ich einfach so gut wie keine Musiker in Saarbrücken kenne...sollte ich ändern!
(Die erste Minute kann man komplett überspringen)